Stolperstein – Albrechtstraße 13 – Käthe Mariam geb. David
Cornelia Lüddemann folgte dem Aufruf der Stadt und der Werkstatt Gedenkkultur im KIEZ e.V. in Dessau-Roßlau und übernahm eine Putzpatenschaft für einen von 52 Stolpersteine:
„Stolpersteine sind eine tolle Aktion um im Stadtbild zu erinnern, wo überall Juden lebten, die von den Nazis gequält, vertrieben und meist auch ermordet wurden.“
„Ich habe mich heute an der jährlichen Putzaktion in der Albrechtstr. 13 in Dessau beteiligt, um ein Zeichen gegen politische Willkür und rassistische Diskriminierung zu setzen.“
Käthe Mariam geb. David
- Geburtsdatum: 5.3.1877 in Oberpleis
- letzte Dessauer Wohnadresse: Albrechtstraße 13
- Todesdatum: 25.11.1941 in Kowno
Die gelernte Krankenschwester Käthe Mariam stammte aus Oberpleis, heute ein Stadtteil von Königswinter am Rhein. Mit ihrem Ehemann, dem in der Agfa Farbenfabrik Wolfen angestellten Chemiker Dr. Theodor Mariam (1884-1976), hatte sie zwei Kinder: Rudolf (geb. 1912) und Hortense (geb. 1918). Ab 1932 lebte das Ehepaar in der Dessauer Albrechtstraße. Nach der schrecklichen Erfahrung des antisemitischen Pogroms vom 9./10. November 1938 in Dessau – auch Theodor Mariam wurde zeitweilig ins Konzentrationslager Buchenwald gesperrt – entschloss sich die Familie zur Flucht. Die Kinder und der Ehemann konnten nach England bzw. in die USA fliehen. Käthe Mariam, die an Flugangst litt, wollte per Schiff folgen, doch der Ausbruch des Weltkrieges verhinderte es. Weil sie Jüdin war, wurde Käthe Mariam am 17. November 1941 von Berlin aus nach Kowno (Kaunas) deportiert. Alle Mitglieder dieses Massentransportes wurden am 25. November 1941, gleich nach der Ankunft, von deutschen Einsatzkommandos erschossen.
Quelle: https://gedenkkultur-dessau-rosslau.de/biographien/mariam-kaethe
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