Gemäß einer Kleinen Anfrage der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden nur rund zwei Prozent der Gelder im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ zur Förderung des Quartiersmanagements eingesetzt. Dies kommentiert die sozialpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Lüddemann:
„Seit 2013 kamen sechs neue Stellen im Bereich Quartiersmanagement hinzu – dieser Zuwachs ist natürlich viel zu gering. Zur Schaffung lebendiger Quartiere und Gemeinden brauchen wir eine stärkere Investition in Köpfe. Quartiere brauchen Kümmerer. Nur so gelingt die Vernetzung von kulturellen Angeboten, sozialen Projekten, Wohnungsbaugenossenschaften und beispielsweise Kitas. Kümmerer, die die Bewohnerinnen und Bewohner zusammenbringen, lokale Bedarfe erfassen und Begegnungsräume schaffen. So entstehen lokale Verantwortungsgemeinschaften, die beispielsweise Bewohnerinnen und Bewohner mit Unterstützungs- und Pflegebedarf betreuen.“
„Gerade im Bereich Wohnen im Alter und Pflege müssen wir die Quartiere stärken. Nur so werden mehr Menschen ihr Alter zu Hause erleben. Nur so unterstützt die Politik Selbstbestimmung und Teilhabe im Alter. Das Quartiersmanagement muss im Rahmen der Alten- und Pflegepolitik Sozialziel des Landes sein. Bei der Entwicklung der Förderbedingungen zum laufenden Programm Soziale Stadt war das Sozialministerium jedoch leider nicht beteiligt. Das muss sich ändern! Sozialplanung und Stadtplanung gehören zusammen, müssen zusammen gedacht werden.“
Die Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion gibt es im Netz unter:
http://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp6/drs/d4350gak.pdf





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