
Zur Debatte um Tempolimits auf deutschen Straßen
Die Arbeitsgruppe ‚Klimaschutz im Verkehr‘ als Teil der ‚Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität‘, angedockt beim Bundesverkehrsministerium, hat in einem Arbeitspapier Vorschläge für eine nachhaltige Mobilitätswende formuliert. In dem Gesamtkonzept wird auch ein Tempolimit ins Spiel gebracht. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland plädiert aktuell ebenfalls für ein Tempolimit. „Wir stehen ganz klar hinter der Forderung nach einem Tempolimit. Denn das führt zu weniger Staus, weniger Umweltbelastungen und weniger Verkehrsunfällen“, erklärt Cornelia Lüddemann, mobilitätspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
„Wir Bündnisgrüne setzen uns klar für eine Mobilitätswende ein, damit wir alle sicher, bequem und klimafreundlich von A nach B kommen. Dazu gehören: mehr Radverkehr, mehr ÖPNV und eben auch verbindliche Geschwindigkeitsvorgaben für den PKW-Verkehr. Das führt zu weniger Staus, weniger Unfällen und weniger Umweltbelastungen. Bei moderaten Geschwindigkeiten sind Unfälle weniger schwerwiegend, was zu weniger Verkehrstoten führt. Der Vision Zero, dem Ziel der null Verkehrstoten, hat sich auf Grüne Initiative auch das Land Sachsen-Anhalt verschrieben“ erläutert Lüddemann.
Lüddemann setzt sich deshalb auch ganz persönlich für ein Tempolimit und eine faktenbasierte Diskussion ein: „Bisher wird die Debatte sehr irrational geführt. In Deutschland werden Tempolimits extrem ideologisch diskutiert, vergleichbar mit dem Thema Waffenbesitz in den USA.“
„Zur Mobilitätswende gehören für uns im Land auch vermeintlich kleine Bausteine wie Förderprogramme für Transporträder sowie die Nachrüstung von Lastwagen mit Abbiegeassistenzsystemen. Denn die regelmäßig tödlichen Unfälle mit abbiegenden Lastwagen müssen schnellstmöglich ein Ende haben,“ erklärt Lüddemann abschließend.





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