Statements der gleichstellungspolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Lüddemann, im Rahmen der heutigen Debatte über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare:
„Ausgerechnet Irland, das katholischste Land in der EU, macht uns klar: Deutschland ist gar nicht so fortschrittlich, wie es sich gerne sieht, wenn es um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geht.
Nachdem auch die USA nicht untergegangen sind, obwohl dort höchstrichterlich die Ehe für alle erlaubt wurde, ist spätestens jetzt klar: Wir hinken dem Rest der Welt hinterher.“
„Gleiche Liebe verdient nicht nur gleichen Respekt. Gleiche Liebe verdient Gleichbehandlung auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Und das nicht irgendwann, nicht in zehn Jahren, nicht in fünf Jahren, sondern jetzt.“
„Die Ehe nicht für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, ist eine Diskriminierung.
Der Grundsatz: gleiche Rechte – gleiche Pflichten ist existenziell für eine funktionierende Demokratie. Er muss auch im Gesellschaftsrecht gelten.“
„Es reicht nicht mehr aus, in diversen Gesetzespassagen neben dem Wort ,Ehegatte‘ auch den Begriff ,Lebenspartner‘ einzufügen. Wir müssen den langen Weg zur rechtlichen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare endlich zu Ende gehen. Nicht in Tippelschritten, sondern in einem Satz.“
„Es ärgert mich, wenn sich die SPD unter Verweis auf die Bündnistreue weg duckt, wenn es um die Öffnung der Ehe geht. Das ist die SPD, die im Wahlkampf 2013 vollmundig mit dem Slogan ,100 Prozent Gleichstellung nur mit uns‘ antrat.“
„Wir sollten uns über ausnahmslos jedes Paar freuen, das füreinander Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen will. Wir sollten uns über ausnahmslos jedes Paar freuen, das gemeinsam für ein Kind sorgen möchte. Eine glückliche Kindheit und die Entwicklung eines Kindes hängen nicht von der sexuellen Orientierung der Eltern ab – sondern von der Qualität und Festigkeit ihrer Partnerschaft; von Liebe, Engagement und Zuwendung.“
„Wir müssen aufhören, kleinteilige Nachbesserungen um einzelne Rechtsfolgen der Lebenspartnerschaft vorzunehmen. Wir brauchen keine Sonderrechte, sondern Gleichstellung.“
Videomitschnitt aus dem Plenum:






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