Diskussion: Wie viel Ehre, wie viel Amt, wie viel Arbeit?

Attraktive Kinder- und Jugendbetreuung, integrierte und ambulante Straffälligenhilfe, Erlebnispädagogik, Frauenhilfe, all das sind Bereiche, in dem das soziale Ehrenamt nicht mehr wegzudenken ist und der Bedarf steigt weiter an. In Bernburg fragten sich die Bündnisgrünen am Mittwoch, was ganz konkret zu tun ist, damit sich mehr Menschen vor Ort einbringen.

Unter dem Titel „Ehrenamt im Sozialbereich – Wie viel Ehre, wie viel Amt, wie viel Arbeit?“ wurde am 21. September 2011 im Restaurant „Il Mondo“ in Bernburg am Karlsplatz diskutiert. Ehrenamtliche Bürgerinnen aus verschiedenen sozialen Projekten folgten der Einladung der grünen Landtagsabgeordneten Cornelia Lüddemann.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie dem Ehrenamt geholfen und damit die Sozialarbeit gestärkt werden kann? Cornelia Lüddemann: „Steuervorteile, Vergünstigung im Nahverkehr oder reduzierte Eintritte bei Theater- oder Museumsbesuch wären nur einige kleine Möglichkeiten der Anerkennung, die zur Motivation beitragen und gleichzeitig das Ehrenamt fördern.“ Einig waren sich allerdings die Teilnehmer, dass ohne Hauptamtliche das Ehrenamt nur schlecht funktioniert und Hauptamtliche finanziert werden müssen. „Es fehlt dabei die Kontinuität!“ wirft Hans Strecker, Geschäftsführer vom Rückenwind e.V., in die Runde und führt fort: „Eine gute Regelfinanzierung wird gebraucht, statt wie bisher eine temporär zugewiesene Projektfinanzierung“. Weiterhin wollen die meisten ehrenamtlich Engagierten etwas für sich erreichen. Meist ist es der Wunsch nach sinnvoller Beschäftigung oder die Freude daran, Menschen zu helfen. „Meine sozialen Kontakte pflegen und das Gefühl haben, gebraucht zu werden …“, motiviert Frau Jungmann zur gelegentlichen Ausübung ihres Ehrenamtes, die auch noch aus ihren Ruhestand heraus, jungen Straftätern gemeinnützige Arbeit vermittelt. „Das sind gute Beispiele für funktionierende Ehrenämter – je besser die Infrastruktur und das Netzwerk für ehrenamtliches Engagement ausgebaut ist und das Zusammenspiel mit dem Hauptamt funktioniert, desto mehr soziales Miteinander und Gewinn für unsere Gesellschaft. „, stellt die sozialpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion abschließend fest.

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