Regierungserklärung der Umweltministerin zur Zukunft des Waldes
Der Wald kann nur mit konsequentem Klimaschutz gerettet werden. Das sagte Dorothea Frederking, agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, anlässlich der Regierungserklärung von Umweltministerin Dr. Prof. Claudia Dalbert zu der Zukunft der Wälder. „Es sieht dramatisch in den Wäldern aus. Aufgrund von Dürren, Stürmen und Schädlingen sind schon jetzt 25 000 Hektar Wald in Sachsen-Anhalt gestorben. Der Wald ist das erste große Opfer der Klimakatastrophe in unserer Region. Wenn sich der Klimawandel weiter verschärft, hat der Wald gar keine Überlebenschance mehr. Es braucht daher konsequenten Klimaschutz, das heißt, Klimaneutralität bis spätestens 2035, um an die Ursache für das Waldsterben heranzugehen. Weiterhin ist ein naturnaher Waldumbau zu klimastabilen Mischwäldern mit Bäumen verschiedener Arten und Altersklassen erforderlich“, sagte Frederking.
„Als Antwort auf das gravierende Problem des Waldsterbens hat die Politik reagiert. Wir haben öffentliche Gelder für den Wald freigemacht und wollen die Waldbesitzenden mit ihren Problemen nicht allein lassen. Für den Waldumbau und Waldschutz gibt es inzwischen jährlich 17 Millionen Euro, das ist sieben Mal mehr als noch vor zwei Jahren. Insgesamt werden die Privatwälder und die Kommunenwälder aktuell mit jährlich 21,5 Millionen Euro gefördert. Aber wie immer im Leben, wird es nichts bringen, sich nur mit den Symptomen zu beschäftigen. Wir müssen auch an die Ursache, also die Klimakatastrophe, ran.“
„Die größte Herausforderung beim Wald ist eine ausreichende Wasserverfügbarkeit. Der Boden ist auf vielen Waldflächen noch immer in der Tiefe ausgetrocknet. Wenn kein oder nicht ausreichend pflanzenverfügbares Bodenwasser da ist, wird es keinen Wald mehr geben.Beim Wassermanagement muss sofort ein Paradigmenwechsel eingeleitet werden. Die jetzige Zielvorgabe der Unterhaltungsverbände, Wasser über Gräben aus dem Wald abzuleiten, muss umgedreht werden: Wasser muss im Wald gehalten werden.“

Verwandte Artikel
Frauenbrunch mit Britta Haßelmann
Austausch, Vernetzung und starke Stimmen Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder so viele engagierte Frauen zu unserem Frauenbrunch begrüßen durften. Rund 40 Teilnehmerinnen aus Politik,…
Weiterlesen »
Tempo 30 in der Ziebigkerstraße
Nach 27 Jahren beharrlichen Engagements der Anwohnenden wird die Ziebigker Straße endlich verkehrsberuhigt. Dieser Erfolg zeigt: Zivilgesellschaftlicher Einsatz wirkt – auch wenn es manchmal lange dauert. Jetzt ist es geschafft:…
Weiterlesen »
Fastenbrechen
Was verbindet Menschen? Voneinander wissen, sich kennenlernen. Heute durften wir Familie Aydemir kennenlernen beim Fastenbrechen. Das Iftaressen ist eine Gelegenheit zusammen zu kommen, Gäste zu bewirten, zu reden und zu…
Weiterlesen »