Barrierefreiheit wird oft nur mit der Errichtung einer Rampe zur Überwindung von Stufen assoziiert. Menschen mit Behinderungen sind jedoch nicht nur mit baulichen Barrieren konfrontiert. Um sich ein eigenes Bild in Dessau-Roßlau zu machen, lud Cornelia Lüddemann, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, am 25.10.12 zu einer Stadterkundung ein. Unter der Leitung von Herrn Grombach, Mitglied im ForesA Bundesverband „Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.“, ging es am Wörlitzer Bahnhof los. Schon im ersten Fall, stellten die Teilnehmer mit Erstaunen fest, wie schnell ein kleiner Vorsprung an einem Gebäude zur Gefahr werden kann und nicht nur für RollstuhlfahrerInnen, sondern auch für Mütter mit Kinderwagen, Menschen mit Rollatoren oder Reisende mit Rollkoffern. Sehr eindrucksvoll zeigte Herr Grombach größere und kleinere Hindernisse, die entweder zu Umwegen zwingen oder nur mit Hilfe von einer tatkräftigen Person zu meistern sind. Der Landesbehindertenbeauftragte Herr Maerevoet demonstrierte an der Ampelanlage am Fürst Leopold Carree, wie schnell eine falsch angebrachte Signalanlage, bei sehbehinderten Menschen zu Verwirrungen führen kann. Größere Hindernisse gibt es beim Benutzen der Straßenbahn. Zum einen ist der Einstieg in die Dessauer Straßenbahn für einen Rollstuhlfahrer unmöglich. Außerdem ist zu bemängeln, dass sich die Türen zu schnell schließen. Für Mütter mit Kindern und ältere Menschen ist dies oftmals problematisch. Gut zugänglich sind allerdings bspw. das Dessau-Center, das Polizeirevier und die Bär Apotheke. Auch die Fußwege in Dessau Nord sind gut befahrbar. Am Ende der kleinen Stadterkundung lud Lüddemann die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu einer Diskussionsrunde ein, die lang und inhaltsreich war.









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