Dürre dramatischer als gedacht

Lüddemann auf dem Feld im Salzlandkreis 

„Ich hatte gehofft, es wäre nicht ganz so schlimm. Doch die Dürre ist dramatischer als gedacht.“ Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zeigte sich bei dem Besuch von zwei Landwirtschaftsbetrieben im Salzlandkreis betroffen. Zusammen mit der grünen Landesvorsitzenden Britta-Heide Garben machte sie sich ein Bild der aktuellen Lage.

„Beide Betriebe rechnen mit hohen Ernteausfällen. Beim Weizen sind es bis zu 50 Prozent weniger Ernte. Sollte in den nächsten Tagen kein Regen fallen, droht bei Mais gar der Totalausfall, da sich die Kolben bei Trockenheit nicht entwickeln. An die nächste Aussaat ist derzeit gar nicht zu denken, weil der Boden staubtrocken ist“, berichtet Lüddemann.

„Alle Prognose deuten darauf hin, dass wir zukünftig in Folge der Klimakrise mit derartigen extremen Wetterlagen rechnen müssen. Landwirtinnen und Landwirte ernähren uns Menschen. Daher ist es unabdingbar, nach der Dürre gemeinsam mit allen Beteiligten langfristige Anpassungs-Strategien an die Erderwärmung zu entwickeln. Ich bin froh über unsere Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert. Sie steht an der Seite der Betroffenen und hilft diesen mit kurz- und langfristigen Maßnahmen. So sollen zum Beispiel 80 Prozent der Ernteausfälle kompensiert werden“, sagt Lüddemann.

Mit diesen Vor-Ort-Besuchen eröffnete Lüddemann ihre Reihe „#Schlagabtausch“, bei der sie mit den Landwirtinnen und Landwirten auf deren eigenem Schlag ins Gespräch geht. Aktuellen Themen wie zum Beispiel Düngemittelverordnung, Blühstreifen, Tierwohl und Verbraucherrechte werden dabei diskutiert. „Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, nicht nur in Krisenzeiten wie die jetzige Dürre.“

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