Kürzungen Schlag ins Gesicht [Leserbrief zur Situation des Anhaltischen Theaters]

Das Anhaltische Theater ist mit seinen 4 Sparten, die alle mit regem Leben erfüllt sind, mehr, als ein normales Stadttheater. Überregional und sogar international hat es sich einen exzellenten Ruf erworben, Preise gewonnen. bei Umfragen wird die hohe Zahl überregionaler Besucher und Besucherinnen immer wieder belegt.

 

Das Anhaltische Theater ist eine Aufgabe, die  überregional finanziert werden muss. Es ist mehr als spitzfindig, wenn sich das Land Sachsen-Anhalt auf den Standpunkt stellt, der Zusatzvertrag „Theater der Region“ falle nicht unter das Moratorium welches für die Dauer des Kulturkonvents vereinbart wurde. Alle beteiligten wissen, dass sich das Anhaltische Theater nur mühsam und im Gesamtzusammenhang finanziert. Insofern ist auch eine im Verhältnis zum Gesamtbudget scheinbar kleine Summe ein Todesstoß.

 

Es ist derzeit völlig unklar, warum das Land so handelt und warum gerade zu diesem Zeitpunkt, so kurz vor Beginn der neuen Spielzeit. Das darf nicht unwidersprochen bleiben und darum wird die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den nächsten Kulturausschuss im Rahmen der Selbstbefassung diese Fragen auf die Tagesordnung setzen lassen.

Die  Zeiten sind längst vorbei, wo man durch bemühen sparen kann und warme Worte von Landesebene über die nächste Premiere halfen. Die Kürzungsaktion des Landes ist ein derber Schlag ins Gesicht. Und das nicht nur für alle Mitarbeitende am Anhaltischen Theater, die bei eh schon kärglichen Gagen seit mehr als zehn Jahren auf einen Teil ihres Lohnes im Rahmen des Haustarifvertrages verzichten. Nein, auch für die gesamte Kulturlandschaft und diese Region ist diese unverständliche Sparmaßnahme ganz besonders schmerzlich. Und deshalb werde ich mich als regionale Landtagsabgeordnete für die Rücknahme der Kürzungen einsetzen.

 

Cornelia Lüddemann, MdL

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