Heute wurde im Dessau-Roßlauer Ratssaal nach 1,5jährigem Erarbeitungsprozess der Entwurf des Stadtleitbildes vorgestellt. Mit erschlagend viel Text wurde in die vier Leitthesen und die sechs Handlungsfelder eingeführt. Jedes dieser Handlungsfelder ist wiederum mit einigen Zielen untersetzt. Genauer kann darüber leider nicht berichtet werden, weil alle Materialien nicht weitergegeben werden dürfen, so der externe Moderator des Prozesses auf Nachfrage.
Das Leitbild soll nach einer Beratung in der Oberbürgermeisterrunde direkt in den Stadtrat gehen und dort am 2. Februar 2011 beschlossen werden. In der Märzsitzung bekommt der Stadtrat dann eine rund 60 Vorhaben umfassende Projektliste präsentiert und dann wird es richtig interessant. Hier werden, so kündigte Dezernent Hantusch an, auch die so genannte Ostrandstraße und die zweite Muldebrücke enthalten sein. Er wisse, dass die Ostrandstraße von einem Teil der Bürgerschaft umstritten ist, aber vom übergroßen Teil gewollt. Daher sei sie hier richtig.
Ein Bürger fragte Hantusch, wie er als Verantwortlicher des Leitbildprozesses mit Projekten umgehen wolle, die einem Leitgedanken zuträglich aber einem anderen abträglich sind. Als Beispiel führte er den Elbausbau an, der angeblich für die Wirtschaft positiv, aber durch die Vertiefung der schützenswerten Auenlandschaft der Natur abträglich ist. Der Dezernent meinte, dies müsse er nicht klären, dafür ist der Souverän, sprich, der Stadtrat zuständig.
Da auf einem Chart die sechs Leitbilder gewichtet waren und ein Vorrang von Wirtschaft/Innovation und Wissenschaft/Bildung präsentiert wurde steht zu vermuten, unter welcher Prämisse die weitere Entwicklung der Stadt stehen wird.
Da eine weitere BürgerInnenbeteiligung nicht vorgesehen ist, was eine Nachfrage meinerseits ergab, sollten alle Interessierten sich an ihnen gewogene Mitglieder des Souveräns wenden, um ihre Interessen weiter durchzusetzen.





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